Problemhunde

Über die Arbeit mit sogenannten Problemhunden

Bellt ein Hund an der Leine, knurrt der Hund andere Hunde oder Menschen an oder hat Angst vor bestimmten Dingen, wird er schnell als Problemhund abgestempelt. Ich habe mich auf die Arbeit mit solchen Hunden spezialisiert, weil ich selbst anstrengende Jahre mit einem leinenaggressiven, gefährlichen Hund machen musste, ohne dass mir jemand helfen konnte.

Die Natürlichkeit der Aggression

Zuerst müssen wir uns anschauen, inwieweit ein als Problemhund abgestempelter Vierbeiner tatsächlich ein Problem ist. Häufig stelle ich fest, dass die Intensität der gezeigten Aggressionen vollkommen natürlich und angemessen sind, dass dieses Verhalten allerdings in unserer Gesellschaft ungewollt ist. Niemand möchte einen Hund, der bei Unsicherheit durch die Nachbarschaft bellt. Schnell wird man angefeindet, mit dem unzureichenden Erziehungsstand seines Hundes konfrontiert und mit wunderbaren Tipps zugeworfen. Ja, da bin ich ganz bei Ihnen, sowas möchte ich auch nicht.

Dennoch: Bellen, Knurren, körperliche Auseinandersetzungen gehören zum ganz normalen Verhaltensrepertoire des Hundes. Agiert der Hund aus Angst oder Unsicherheit heraus, ist die Ursache für diese Verhaltensweise zu finden und zu eliminieren. Das Gegenteil ist heute häufig der Fall. Die reinen Symptome, also das Ausdrucksverhalten des Hundes, wird “bearbeitet”. Sei es positiv oder negativ, richte ich mein Training nur nach den Symptomen aus, werde ich langfristig keinen Erfolg haben. Im schlimmsten Fall unterdrückt der Hund eine bestimmte Verhaltensweise, ohne seine Gefühlswelt dabei zu verändern.

Die Mensch – Hund Beziehung spielt bei der Arbeit mit Problemhunden eine große Rolle. Der Mensch sollte dem Hund als Führungsperson Anleitung, Sicherheit und Regeln präsentieren und vorleben. Besteht noch Optimierungsbedarf in dieser Hinsicht, sollte dies der erste Trainingsschritt sein, bevor ich das als ungewünscht identifizierte Verhalten angehe. Nicht selten lösen sich viele Probleme “wie von selbst”, wenn der Mensch seine Haltung, seine Position in der Beziehung und sein Auftreten verändert. Sicherheit für den Hund und Orientierung sind das Resultat echter Führung. Diese funktioniert auch immer gewaltfrei.

Ob Ihr Hund andere Menschen anbellt/angreift oder Angst vor ihnen hat, ob er nicht sozialverträglich mit Artgenossen ist oder durch eine schreckliche Erfahrung traumatisiert ist. Ich kann Ihnen helfen, das Leben mit dem Hund wieder genießen zu können und den Alltag weitgehend problemfrei zu gestalten.