Alexander Schillack

Verhaltensberatung beginnt für mich bei den biologischen Grundlagen der Hunde. Nur wenn ich über das Ausdrucksverhalten, das Sozialverhalten, die Gesundheit und die Bedürfnisse der Hunde Bescheid weiß, kann ich den Ursachen eines Problemverhaltens effektiv begegnen.

Und darauf kommt es mir an. Ich möchte nicht Symptome lindern oder bekämpfen, sondern bin der Meinung, dass man ein Problemverhalten immer ganzheitlich betrachten sollte und vor allem auch die Ursachen, auf die ein Verhalten zurück geht, finden sollte. Dabei spielt die Mensch-Hund Beziehung nicht selten eine entscheidende Rolle. In meinem Arbeitsalltag habe ich festgestellt, dass viele Probleme auf eine nicht optimale Mensch-Hund Beziehung zurückgehen. Häufig erreicht man mit leichten Korrekturen in dieser bereits enorme Fortschritte, die langfristig erhalten bleiben.

Hundeschule Wuppertal.JPEG
Die Mensch Hund Beziehung spielt eine bedeutende Rolle

Führung spielt dabei eine ganz wichtige Rolle. Wobei Führung nicht heißt, den Hund komplett zu unterdrücken und ihm jede Entscheidung abzunehmen. Richtige Führung kommt gänzlich ohne Gewalt aus und besticht durch Ruhe und Klarheit. Das aufstellen und durchsetzen von Grenzen und Regeln sind dabei genauso bedeutend wie der richtige Einsatz von Belohnungen. Dabei verzichte ich so häufig es geht auf die Gabe von Leckerchen. Man muss sich anschauen, welche innere Motivation den Hund antreibt und findet dabei fast immer eine bessere Belohnung als Futter.

So bin ich Verhaltensberater geworden

2011 habe ich meinen ersten eigenen Hund Balou aus dem Tierheim adoptiert. Obwohl ich mit Hunden groß geworden bin, war ich schnell überfordert mit seinem zunehmend aus dem Ruder laufenden Verhalten. Balou war sechs Monate alt, als ich ihn adoptiert habe. Mit einsetzen der Pubertät entwickelte er sich zu einem echten Problemhund. Aggressives Verhalten sowohl an der Leine als auch im Freilauf war das größte Problem.

Da mir die örtlichen Hundetrainer/innen und Hundeschulen nicht bei dem Problem helfen konnten und ich eher verunsichert als aufgeklärt war, entschied ich mich, mich näher mit dem Thema Hundeverhalten auseinanderzusetzen. Schnell wurde aus meinem Problem eine Leidenschaft und ich las jeden Tag stundenlang Fachliteratur. Ein Jahr später meldete ich mein Gewerbe (vorerst als Dogwalker) an. Dezember 2013 – der Start meiner Verhaltensberatung.

Im Laufe der Zeit habe ich natürlich noch viel dazugelernt – so richtig ausgelernt hat man aber nie. Das berühmte lebenslange Lernen – Als Hundetrainer besonders wichtig. In der Forschung ist das Thema Hund und vor allem auch die Hund Halter Beziehung in den letzten Jahren sehr attraktiv geworden, sodass regelmässig spannende und vielversprechende Forschungsarbeiten veröffentlicht werden.

Um wissenschaftlich fundiert arbeiten zu können, bilde ich mich regelmässig fort.