Ihre Fragen hier beantwortet

Hier ist Platz für Ihre Fragen

Häufig erlebe ich es, dass mich Menschen ansprechen nach dem Motto “stimmt es eigentlich wirklich, dass … ”

Ich möchte für diese Art von Fragen, aber auch andere Fragen rund im das Thema Hund hier eine Plattform eröffnen, auf der ich 1x Monatlich Ihre Fragen in einem Video beantworte. Um Ihre Fragen zu stellen, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag.

Sie haben die Möglichkeit, jetzt Ihre Fragen zu stellen
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Das erste Video wird dann am 28.06. an dieser Stelle erscheinen.

Ich freue mich auf Ihre Fragen!

Praktische Prüfung §11 in Bielefeld

Mein Weg zur Sachkunde nach §11 in Bielefeld

Seit geraumer Zeit ist es für Hundetrainer/Verhaltensberater nötig, dass sie ihre Sachkunde vor dem Veterinäramt beweisen. In Bielefeld bin ich nun zum Abschluss dieses Prozederes gekommen, indem ich heute die praktische Prüfung abgelegt habe.

Hundetrainer müssen ihre Sachkunde vor dem Veterinäramt Beweisen
Hundetrainer müssen ihre Sachkunde vor dem Veterinäramt beweisen

Die gesamte dreistufige Sachkundeprüfung begann mit dem DOQ – Pro Test, ein Single Choice Test mit 50 ausgewählten Fragen, von denen 80 % richtig beantwortet werden mussten. Von einfach bis etwas tiefergehenden Fragen war alles mit dabei. Nach Bestehen der Theorie erfolgte eine Videoanalyse. 5 Videos sollten beschrieben und analysiert werden. Die Videosequenzen waren zwischen 30 und 90 Sekunden lang und wurden drei Mal im Abstand von 5 Minuten Schreib/Interpretationszeit gezeigt.

Unklarheit über die praktische Prüfung

Nach Bestehen der Videoanalyse wurde mir dann der 01.06.2015 als Termin der praktischen Prüfung genannt. Wie auch bei der Videoanalyse sollte ich der ersten Gruppe von Hundetrainern aus Bielefeld sein, die sich dieser Prüfung gegenübersieht. Bis auf die Information ein Mensch – Hund Team zu organisieren und mitzubringen, hatte ich keinerlei weiteren Informationen. 2-3 Stunden sollte das Ganze dauern.

Zusammen mit einer weiteren Hundetrainerin war ich dann heute auf dem Hof Steffen in Bielefeld, um meine praktischen Fähigkeiten zu beweisen. Zuerst wurden wir in den allgemeinen Ablauf des Tages eingewiesen. Die Mensch – Hund Teams wurden getauscht, das heißt mein Team wurde zur Kundin der anderen Hundetrainerin. Ich bekam Ihre Kundin, die mit einer weißen Schäferhündin, die knapp drei Jahre alt ist, zu der Prüfung erschien.

Junghund im Gras

Der Zeitplan sah ca. 30 Minuten für eine ausführliche Anamnese vor. Danach wurde kurz mit den Prüfern (Eine Prüferin des Vet. Amtes Bielefeld und ein externer Gutachter) besprochen, welches Problem/Probleme ich denn jetzt genau angehen würde und wie ich den Hund einschätze. Dann gab es 15 Minuten Vorbereitungszeit für die folgende, 45 minütige Beratungsstunde.

Kein Methodenstreit vorgesehen

Die Prüfer haben vorab klargestellt, dass es nicht um den berühmten Methodenstreit ginge. Die Art und Weise, solange nicht tierschutzrelevant, stünde nicht unbedingt im Vordergrund. Vielmehr gehe es darum, den Hund richtig einzuschätzen und die Fähigkeit, einen guten Trainingsansatz zu finden und vor allem auch das Wissen dem Kunden zu vermitteln.

Meine Meinung zur Prüfung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Prüfung der Sachkunde in Bielefeld fair und überlegt angegangen wurde. Natürlich kann das Veterinäramt die Trainer nicht in allen möglichen Situationen überprüfen. Dennoch konnte meiner Meinung nach die allgemeine Sachkunde der Trainer und deren Lehrfähigkeit ausreichend getestet werden.

Kritisch könnte man bemerken, dass alle Trainer mehr oder weniger die gleiche Prüfung ablegen müssen. Im Rahmen der Gleichberechtigung geht hier leider verloren, dass sich manche Trainer/innen auf bestimmte Aspekte des Hundetrainings beschränken und spezialisieren. Sieht sich ein Zughundespezialist dann in der Prüfung einem traumatisierten Angstbeißer gegenüber, hat das so nicht viel mit seinem Alltag als Trainer zu tun. Hier könnten die Prüfungen gerne ein bisschen mehr auf die alltägliche Arbeit des Trainers abgestimmt sein.

Dennoch kann man die Arbeit des Veterinäramtes Bielefeld loben, gerade wenn man das Chaos und die Unklarheiten aus anderen Kreisen zum Vergleich heranzieht.

Baskerville Maulkorb

Der beste Maulkorb für Hunde

Ein guter Maulkorb sorgt dafür, dass wir mit ruhigem Gewissen spazieren gehen können, weil wir uns sicher sind, dass nichts passieren kann. Dafür sollte der Maulkorb so gut an den Hundekopf anzupassen sein, dass er der Hund diesen nicht mehr verlieren kann.

CARE-Die Hundeschule in Bielefeld_Maulkorb

Gleichzeitig sollte ein Maulkorb aber auch den Hund in seinem täglichen Spaziergang nur minimal einschränken, sodass der Maulkorb für ihn zu keinerlei Belastung oder Störung wird.

Der Baskerville Maulkorb verfügt über optimale Einstellmöglichkeiten, er liegt sehr gut am Kopf des Hundes an und durch sein zusätzliches Band in der Mitte, welches zwischen den Augen von der Schnauze bis zur Stirn verläuft, sitzt der Maulkorb sehr sicher. Seine Großen Löcher ermöglichen dem Hund zu trinken, Blätter oder Erde zu fressen und Leckerchen aufzunehmen. Dies ist ein großer Vorteil dieses Maulkorbes im Gegensatz zu anderen Modellen.

Richtige Gewöhnung

Dass der Hund den Maulkorb ohne Widerstand trägt, hängt aber nicht nur von seiner Alltagstauglichkeit, sondern auch von der Gewöhnung an den Maulkorb ab. Ich kann den Maulkorb so positiv verknüpfen, dass der Hund sich freuen wird, wenn ich den Maulkorb raushole. Das sollte definitiv unser Ziel sein. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier von einer Beschreibung absehe, um unsachgemäße Nachahmung zu vermeiden.

Leinenführigkeit

Die Leinenführigkeit ist sehr wichtig

Viele Hunde gehen nicht gut an der Leine. Nicht ein kurzes “bei Fuß” sollte für uns zählen, sondern das alltägliche. Der normale Spaziergang zählt wirklich und hier hapert es bei vielen Mensch-Hund Teams noch.

Dabei ist es gar nicht schwer, den Hund vernünftig an der Leine zu führen. Ohne Gewalt, Druck oder Leckerchen kann ich schnell erreichen, dass sich der Hund an mir orientiert und ich entspannt spazieren gehen kann.

Gute Leinenführigkeit ist oft der erste Schritt

Gerade wenn ich unsichere Hunde habe oder einen Hund mit Verhaltensproblemen, dann ist für mich die Leinenführigkeit der erste Schritt, um dem Hund mehr Führung zu geben. Habe ich das erreicht, lässt sich hier viel besser darauf aufbauen. Ich kann dem Hund keine Führung bieten, während er ständig zieht und selber entscheidet, wo wir hingehen.

Viele Situationen, zum Beispiel Hundebegegnungen, sind von vornherein viel angespannter, wenn die Leine nicht locker durchhängt, sondern gespannt ist. Ein unsicherer Hund empfindet dies vielleicht als Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit, was für zusätzliche Unsicherheit sorgen dürfte. Ist die Leine jedoch locker, bekommt der Hund eher ein Gefühl der Sicherheit, ein Gefühl, dass er bei Bedarf ausweichen könnte. Das ist sehr wichtig.

Bei CARE – der Hundeschule in Bielefeld können Sie die Leinenführigkeit zusammen mit ihrem Hund in den Grunderziehungskursen oder in den Leinenführigkeitsworkshops lernen.  Termine finden Sie hier

Neues Hundegesetz für Schleswig-Holstein

Das modernste Hundegesetz in Deutschland

Ab dem 01.01.2016 soll in Schleswig-Holstein ein neues Hundegesetz in Kraft treten. Das von SPD, Grünen, FDP und SSW beschlossene Gesetz soll durch zahlreiche Anpassungen zum modernsten Hundegesetz deutschlandweit zum Vorbild für andere Bundesländer werden.

Beißen oder Drohen gehören zum normalen Ausdrucksverhalten des Hundes und werden durch das neue Gesetz nicht zwingend als asozial bewertet

Wesentlicher Bestandteil des Gesetzes ist die Abschaffung der klassischen Rasseliste, wodurch einige Hunderassen pauschal als gefährlich eingestuft werden. Nach dem neuen Gesetz sollen alle Hunde die gleiche Chance bekommen und nicht nach ihren Genen sondern nur nach ihrem Verhalten eingestuft werden. Dabei nimmt die neue Rechtsvorschrift besonders die Hundehalter in die Pflicht.

Hundeführerschein bestehen – sonst Hund weg!

Jeder Hundehalter eines Tieres, welches einen anderen Hund oder einen Menschen bedroht oder angegriffen hat, muss seine Sachkunde durch ablegen eines Hundeführerscheins nachweisen. Bei Nichtbestehen droht die Entziehung des Tieres. Ausgenommen sind Hundehalter, dessen Hunde durch den natürlichen Selbsterhaltungstrieb oder zur Verhinderung einer Straftat gedroht oder gebissen haben.

Weiterhin müssen alle Hundehalter eine Haftpflichtversicherung für Ihren Hund (älter als 3 Monate) abschließen.

Wie gut ist das neue Gesetz?

Als Hundetrainer habe ich häufig mit Hunden zu tun, die durch Beißen, Knurren oder andere ungewünschte Verhaltensweisen auffällig geworden sind. Dabei sind Golden Retriever genauso vertreten wie Staffs oder Bulldoggen, Dackel oder Prager Rattler. Die Beißstatistiken beweisen, dass es keine Rechtfertigung für die Rasseliste  gibt. Schäferhunde sind in vielen Statistiken ganz weit oben was die absolute und relative Beißzahl angeht. Hier müssen wir die Hunde allerdings in Schutz nehmen und die Halter verantwortlich machen.

Im neuen Gesetz sollen die Hunde gleich und nur nach ihrem Verhalten bewertet werden. Genetische Aspekte bei der Frage nach der Gefährlichkeit von Hunden sollen keine Rolle mehr spielen
Im neuen Gesetz sollen die Hunde gleich und nur nach ihrem Verhalten bewertet werden. Genetische Aspekte bei der Frage nach der Gefährlichkeit von Hunden sollen keine Rolle mehr spielen

Mangelnde Sozialisierung, Auslastung und Habituation machen Hunde zu gefährlichen Tieren, nicht die Gene. Die Tiere nun nach ihrem Verhalten zu bewerten ist weitaus sinnvoller als die Regelung des aktuellen Gesetzes. Weiterhin muss ich die Maßname loben, auch eine Resozialisierung der Tiere zu ermöglichen, und die Tiere auch wieder von ihren Auflagen zu befreien, sollte das Tier einmal auffällig geworden sein.

CDU – Vorverurteilung und Ignoranz

Christliche Werte sollten in einer christlichen Partei eigentlich an der Tagesordnung stehen. Die CDU wehrt sich gegen das neue Gesetz und wirft den anderen Parteien vor, dass sie erst Handeln wollen wenn es zu spät ist. Doch aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass Schulung von Hundehaltern und artgerechte Haltung der Hunde weitaus mehr Schutz für Hund und Menschen gibt als eine Leinenpflicht, welche an sich schon als nicht artgerecht eingestuft werden sollte. Fast alle Experten sind sich einig, dass Hunde nicht pauschalisiert vorverurteilt werden sollten und die Rasseliste eine ungerechte Diskriminierung und Ungleichbehandlung von Individuen ist.

Das neue Gesetz ist also für alle Hundeliebhaber sehr zu begrüßen und sollte als Vorbild für andere Bundesländer gelten.

Hilfe! Mein Hund knurrt mich an

Der eigene Hund knurrt mich an

Wir leben mit Hunden in engen sozialen Beziehungen zusammen. Viele von uns Hundebesitzern bezeichnen den Hund als Familienmitglied. So lieb wir unsere Vierbeiner auch haben, manchmal sind wir auch sauer auf sie. Wenn der Hund mal wieder nicht zu uns zurückkommt, obwohl wir ihn lautstark rufen, er aber lieber spielt anstatt zu gehorchen, wenn der Kuchen plötzlich vom Esstisch verschwunden ist und wir gerade noch einen schmatzenden Hund weggehen sehen, oder wenn er sich mal wieder in irgendetwas unappetitlichem wälzt.

Kommt der Hund dann angekrochen, wollen wir ihn nicht sehen, wir schicken ihn weg und strafen ihn ggf. mit Ignoranz.

Ausdrucksverhalten des Hundes lernen

Doch was für Möglichkeiten hat eigentlich ein Hund zu sagen “Ich will jetzt lieber meine Ruhe haben”, oder “Ich habe Angst davor oder Schmerzen, bitte lass das”?

Dem Hund steht ein ganzes Repertoire an Möglichkeiten zur Verfügung, um sich auszudrücken. Leider haben sich die Menschen von der intuitiven zwischenartlichen Kommunikation entfernt und so verstehen sehr viele Hundebesitzer ihre Vierbeiner eigentlich nicht richtig. Der Hund zeigt womöglich schon durch erste Signale, dass er eigentlich lieber Abstand zu seinem Menschen hätte.

Wegdrehen: Das erste Signal ist das Wegdrehen. Komme ich auf meinen Hund zu und er dreht sich weg, kann das schon ein erstes Anzeichen dafür sein, dass er sich unwohl fühlt. Häufig sieht man dieses Verhalten beim Umarmen von Hunden, dort drehen sie sich ein wenig weg und zeigen gleichzeitig ein Gähnen.

Gähnen: Gähnt der Hund kann das verschiedene Dinge bedeuten. Sowohl Komfortverhalten als auch Stress werden durch das Gähnen angezeigt. Streichele ich meinen Hund und er gähnt, muss es also keinesfalls ein Anzeichen für Stress sein. Die ganzheitliche Beobachtung des Ausdrucksverhaltens des Hundes muss hinzugezogen werden.

Weglaufen: Das Weglaufen kann der Hund einsetzen, wenn seine ersten Signale unverstanden bleiben und er die Distanzwahrung sozusagen selbst in die Hand nehmen muss. Schaut man sich Youtube Videos zum Thema Hund und Kind an, dann graut es einem, sieht man wie viele Menschen ihren Hund nicht richtig lesen können. Es werden Kinder neben den Hund auf den Sessel gelegt, während der Hund deutliche Zeichen des Unbehagens signalisiert. Will der Hund dann weggehen, weil seine Signale missachtet werden, wird er bestraft, er habe gefälligst beim Kind zu bleiben und das toll zu finden.

Knurren: Hat der Hund signalisiert, dass er meine Nähe nicht möchte und gehe ich dennoch auf ihn zu und auch hinter ihm her, wenn er sich von mir distanziert, bleibt ihm noch das Knurren übrig. Spätestens hier sollten wir respektieren, dass der Hund etwas nicht möchte. Dabei ist es keineswegs schlimm, wenn mich mein Hund anknurrt. Es tut unserer Beziehung gut, wenn ich auch auf seine Bedürfnisse eingehe und verstehe, dass er gerade keine körperliche Nähe wünscht. Hundehalter und Hund dürfen und sollten sich gegenseitig respektieren.

Häufig höre ich “WAS, ich kann mich doch nicht von meinem Hund anknurren lassen!!!”

Doch, und ich sollte sogar. Verbiete ich meinem Hund das Knurren, dann bleibt ihm schlussendlich nur noch eine Möglichkeit, sich auszudrücken. Das Beißen. Unzählige Hunde sitzen als vermeintliche “Beißer” im Tierheim, häufig mit den Bemerkungen “aus dem Nichts hat der Hund zugebissen”. Aus meiner Erfahrung heraus glaube ich nicht daran, dass alle diese Hunde aus dem Nichts gebissen haben. Vielmehr wurde ihnen vorher nicht richtig zugehört oder die artgerechte Kommunikation – das Knurren – wurde ihnen verboten.

Etwas völlig anderes ist es jedoch, wenn der Hund uns zum Beispiel in der Wohnung stellt oder nicht mehr auf die Couch lässt. Auch dann wird er uns anknurren und uns mitteilen, dass er unser Verhalten nicht wünscht. Hier wäre die Beziehung zwischen Hund und Halter in Frage zu stellen. Ist dies bei Ihnen der Fall und sind sie überfordert mit der Situation, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe zur Unterstützung zu Rate zu ziehen.

Was sollte ich daraus lernen?

Wir sollten unsere Hunde besser beobachten und besser verstehen. Anfangs ist es ein sehr aktiver Prozess. Ich beobachte meinen Hund und stelle fest, welche Signale er sendet. Über die Schnauze lecken, Gähnen, Wegdrehen, Pfote heben, Hecheln, Schnauben, sich auf den Rücken drehen, Knurren, Bellen, Augenbewegungen, Pfote auflegen. Wenn ich dann noch lerne die Signale richtig zu deuten, dann steht einer wunderbaren Beziehung zu meinem Hund nichts mehr im Wege. Möchten Sie mehr über die Ausdrucksweise Ihres Hundes lernen? Dann besuchen Sie den Kommunikationsworkshop von CARE – Der Hundeschule in Bielefeld

 

Wie arbeite ich richtig mit der Schleppleine?

Wieso eine Schleppleine?

Viele Hundebesitzer kennen das Problem. Der Hund hört nicht richtig, er geht Jagen wenn er die Möglichkeit dazu hat, er flüchtet aus Unsicherheit oder er frisst alles Mögliche was draußen rumliegt.

All dies sind gute Gründe mal eine Schleppleine auszuprobieren, anstatt den Hund dann nur noch an der kurzen Leine laufen zu lassen.

Schleppleinentraining Hundeschule Bielefeld

Schleppleinentraining, aber wie?

Mit der Schleppleine haben wir verschiedene Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen. Generell kann man drei Arten der Schleppleinennutzung unterscheiden:

1. Der Hund zieht die Leine hinter sich her:

Bei dieser Nutzungsart zieht der Hund die Leine einfach hinter sich her. Für uns erschließt sich der Nutzen der Schleppleine hier darin, dass wir den Hund schneller “einfangen” können bzw. auf die Leine treten können oder die Leine in die Hand nehmen können, und den Hund so schnell unter Kontrolle haben oder zumindest eine gewisse Sicherheit haben, dass der Hund nicht mehr wegrennen kann. Diese Nutzung eignet sich nur für Hunde, die schon recht gut abrufbar sind, wo nur noch der letzte Schliff im Rückruftraining fehlt. Geht ein Hund regelmäßig Jagen oder flüchtet er, sollte ich die Leine vorerst nicht aus der Hand legen.

2. Ich halte das Leinenende ständig in der Hand

Die zweite Möglichkeit ist, das Schleppleinenende in die Hand zu nehmen und den Rest auf dem Boden mitzuziehen. Hund und Halter teilen sich hier das Gewicht der Schleppleine, je nachdem wie weit der Hund vor oder zurückläuft. Nützlich kann es sein, dass die Schleppleine eine Schlaufe am Ende besitzt. Dann kann man sie im Falle des Falles viel besser halten. Der Hund hat hier noch relativ viele Freiheiten und je nach Leinenlänge großen Auslauf. Negativ ist, dass ich den Hund meist nicht sofort unter Kontrolle habe, oder die Leine irgendwo im Boden hängen bleibt (zum Beispiel an Wurzeln im Wald).

Läuft der Hund neben mir und ist an einer 20m Schleppleine angeleint, dann hat er 20 Meter Platz, um nach vorne, nach hinten oder zur Seite zu laufen. Habe ich einen Hund mit Problemen bei Hund-Hund begegnungen, dann sollte ich diese Art der Leinenführung nur wählen, wenn ich freie Sicht in alle Richtungen habe. Ansonsten empfielt sich Möglichkeit 3:

3. Ich führe die Leine je nach Bedarf nach und wieder zurück

Hier haben wir den Großteil der Schleppleine aufgewickelt in unserer Hand. Je nachdem wie viel Leine der Hund braucht, geben wir die Leine frei und wickeln sie wieder auf, wenn die Distanz zwischen uns und Hund sich verkleinert. So haben wir den Hund maximal unter Kontrolle. Er kann nicht noch weiterlaufen, wenn wir die Leine stoppen. Die Nachteile dieser Methode sind, dass sie sehr aufwändig ist und viel Aufmerksamkeit bedarf.

Welche Schleppleine ist die richtige für mich?

Schleppleinen gibt es viele auf dem Markt, doch wie finde ich eine, die zu mir und meinem Hund passt?

Möchte ich den Hund immer laufen lassen und der Hund zieht die Leine hinter sich her, dann sollte ich eine Biothane Leine benutzen, am besten Rund. Diese Leinen saugen keine Feuchtigkeit auf und nehmen keinen Schmutz auf und bleiben so vom Gewicht konstant. Ebenso sind sie sehr Reibungsarm und der Hund hat es nicht so schwer, sollte er mal im Wald ein paar Meter links oder rechts vom Weg durch das Unterholz laufen. Ebenso sollte dann keine Schlaufe am Leinenende sein, welche das Ziehen erschwert und womit der Hund oft hängen bleibt.

Bei trockenem Wetter benutze ich auch gerne eine Gurtband Schleppleine. Diese sind sehr sehr leicht, saugen sich aber auch schnell mit Wasser voll, sodass bei nassem Boden oder Regen das Schleppleinentraning schnell keinen Spaß mehr macht.

Natürlich muss die Länge und das Gewicht, die Beschaffenheit des Karabiners und die Zugkraft der Leine an den Hund angepasst werden. Ich kann einen 5Kg schweren Hund nicht an einer 30 Meter langen Biothane Leine laufen lassen, weil sie einfach zu schwer für diesen Hund wäre. Für Welpen oder kleine Hunde kann man auch gut Wäscheleinen benutzen. Diese gibt es günstig mit Eisenkern, dann sind sie relativ Steif und die Gefahr, dass mein Hund oder ich mich dabei verletze wird minimiert.

Hier findet ihr eine Auflistung an Schleppleinen, die ich empfehlen kann*:

Schleppleine 20Meter mit lösbarer Handschlaufe

BioThane® Schleppleine 8 mm rund (1-30 Meter) , die ideale Schleppleine für den Wald!

Wäscheleine 30 m , perfekt für kleine und leichte Hunde!

Es empfiehlt sich, Handschuhe beim Schleppleinentraining zu tragen. Viele Schleppleinen werden sehr heiß oder schnüren die Gliedmaßen ab, wenn diese umwickelt sind. Wir sollten den Hund, uns und dritte also immer im Auge haben, wenn wir mit der Schleppleine trainieren.

Lassen Sie ihren Hund nie mit Schleppleine spielen, denn die Gefahr dass er und der andere Hund sich verheddern ist zu groß.

Benutzen Sie die Schleppleine wenn es geht an einem Brustgeschirr, damit die Belastung für den Hals des Hundes minimiert wird.

Wenn Sie Anfangsschwierigkeiten haben, holen Sie sich professionelle Hilfe. Schleppleinentraining ist sinnvoll und gar nicht so schwer, wenn man den Dreh einmal raus hat.

 

 

* Bei den aufgeführten Links handelt es sich um Affiliatelinks zu Amazon.

Richtige Ernährung für den Hund (1)

Was ist die richtige Ernährung für meinen Hund? TEIL 1

Im Supermarkt werden wir von dem Angebot an Tierfutter beinahe erschlagen. Von Trocken- bis Nassfutter ist in vielen verschiedenen Ausführungen alles dabei. Der Preis schwankt ebenso wie Inhaltsstoffe des Hundefutters. Doch was braucht mein Hund eigentlich und gibt es Möglichkeiten das optimale Futter für unseren Hund zu finden? Welche Inhaltsstoffe sind wichtig und was sollte der Hund besser nicht bekommen? Diese Fragen wollen wir im Folgenden klären. Im ersten Teil klären wir die Bedeutung der Inhaltsstoffe des Futters:

Die Inhaltsstoffe:

Normalerweise sind für uns die Analytischen Bestandteile des Futters und die allgemeine Zusammensetzung klar ersichtlich:

Rohprotein, Rohfett, Rohasche, Rohfaser und Feuchtigkeit

Rohprotein:

Hinter der Angabe des Rohproteins verbergen sich alle Eiweiße des Futters. Leider ist diese Angabe sehr ungenau, sodass sich für uns nur der Mengenanteil des Eiweißes erschließt, nicht jedoch die Quelle dessen. Ob ein Eiweiß also für unseren Hund verwertbar ist, ob es pflanzlichen oder tierischen Ursprungs ist, bleibt für uns nicht ersichtlich. Eiweiße werden vor allem für den Erhalt der Körpersubstanz benötigt, wird aber bei Mangel an Alternativen (Fette, Kohlenhydrate) auch als Energiequelle benutzt. Der Anteil der Proteine ist im Nassfutter deutlich geringer als im Trockenfutter, da die Feuchtigkeit mit zum Bestandteil des Futters gezählt wird.

Rohfett:

Ähnlich wie bei der Rohprotein Angabe erhalten wir auch bei den Fetten im Futter nur den Mengenanteil im Futter, nicht aber seine durchaus interessante Herkunft. Fette sind Energielieferant für unsere Hunde und sollten je nach Aktivität und Alter des Hundes im Futter vertreten sein. Der Anteil der Fette ist im Nassfutter deutlich geringer als im Trockenfutter, da die Feuchtigkeit mit zum Bestandteil des Futters gezählt wird.

Rohasche:

Die Rohasche gibt die Menge aller Mineralstoffe und Spurenelemente an. Dabei handelt es sich um essentielle Minerale wie Kalzium oder Magnesium aber auch um Sand. Ist dieser Wert hoch (über 8%) kann man fast davon ausgehen, dass viele tierischen Nebenerzeugnisse wie Federn, Knochen und Hufe in die Produktion eingeflossen sind. Diese verfestigen den Kot. Generell belastet aber auch alles was unverdaut wieder ausgeschieden wird den Organismus des Hundes.

Rohfaser:

Rohfasern sind unverdauliche Pflanzenbestandteile, welche in geringer Menge im Futter vorhanden sein müssen, um die Verdauung anzuregen und für die optimale Kotkonsistenz zu sorgen. Ist der Wert höher als 3,5 % (Trockenfutter) bzw. 1 % (Nassfutter), könnte das zu Verdauungsproblemen, Blähungen oder größerer Kotmenge führen

Feuchtigkeit:

Feuchtigkeit muss bis zu einem Anteil von 14 % nicht extra angegeben werden, was bei den meisten Sorten Trockenfutter der Fall ist. Man braucht die Feuchtigkeitsangabe um die genauen Mengen der anderen Bestandteile ausrechnen zu können. Haben wir einen Feuchtigkeitsgehalt von 70 % und einen Rohproteingehalt von 6%, dann müssen wir die 6 % Proteine auf die verbleibende Trockenmasse von 30 % übertragen.

6 % / 30 % * 100 = 20 % Anteil im Futter.

Wir haben nun also geklärt, was hinter den Begriffen der analytischen Zusammensetzung steht. Lesen Sie im zweiten Teil über die Besonderheiten von Seniorenfutter und die Bedürfnisse alternder Hunde.

 

Dem Hund Sicherheit geben

Wie kann ich meinem Hund Sicherheit geben?

Diese Frage stellen sich viele Hundebesitzer häufig. Egal ob der Hund offensichtlich Angst zeigt oder ob er seine Unsicherheit in Form von aufbrausendem Verhalten an der Lein zeigt. Wer einen unsicheren Hund führt, kann einige Dinge beachten.

Dem Hund Sicherheit geben

Führung ist das Zauberwort

Hunde wollen geführt werden. Kaum ein Hund ist dazu geboren, eine Gruppe anzuführen. Da reicht es, sich einmal die Stresshormone der Tiere anzuschauen. Bei Wölfen z.B. haben die Alpha Tiere einen ständig (11 von 12 Monaten im Jahr) höheren Stresshormonpegel als die anderen Gruppenmitglieder. Dies ist auch relativ leicht erklärbar. Während die anderen sich in der Gruppe geschützt und behütet finden, muss das Alphatier aufmerksamer sein als die anderen. Trotz einem Mehr an Stress strahlt dieses Tier dennoch eine unheimliche Souveränität aus, welches es zu einem kompetenten Leader macht.

Hunde richtig zu führen ist gar nicht so einfach. Es gibt ein paar Kniffe, die uns dabei helfen, aber letztendlich kommt es dazu auch noch auf unsere Ausstrahlung an.

Grenzen schaffen Freiheit

Ein wichtiges Instrument bei der Führung von Hunden ist das Aufstellen von Regeln. Doch das bloße einführen von Regeln schafft nur Sicherheit beim Hund, wenn wir Menschen auch konsequent auf die Einhaltung dieser Regeln achten. Dabei ist es mir wichtig, dass hier darauf hingewiesen wird:

Nur wenn ich eine Regel auch konsequent, das heißt möglichst immer, durchsetze, macht sie Sinn. Regeln die nur sporadisch oder willkürlich durchgesetzt werden, verunsichern die Hunde nur, wären in unserer Situation also kontraproduktiv.

Dabei kommt es auch gar nicht darauf an, dass ich zig Regeln aufstelle und nach dem Motto “je mehr Regeln, desto mehr Sicherheit beim Hund” verfahre. So ist es nicht. Viel mehr Stelle ich wenige Regeln auf und konzentriere mich auf eine konsequente Umsetzung. Das schafft Sicherheit beim Hund.

Meine Regeln

Ich habe einige Regeln, die ich gerne einführe, damit der Hund mich als Führungsperson erkennt und akzeptiert.

Der Hund geht ohne Leine ab und zu nur hinter mir

Der Hund soll nicht hinter mir gehen, weil nur derjenige der vorne ist, ein wahrer Leader ist. das entspricht nicht der Wahrheit. Vielmehr ist es eine Regel, die ich ganz einfach und ohne große Mühe konsequent durchziehen kann, was dem Hund zeigt: “Hey, der achtet aber konsequent darauf, dass ich das nicht mache”. Dabei ist es nicht wichtig, dass der Hund hinter mir läuft, genauso gut könnte ich auch die Regel einführen, der Hund läuft immer vor mir. Wie gesagt: Wer vorne läuft hat mit Führung erstmal nicht viel zu tun. Hier ist es die Konsequenz mit welcher ich eine Regel durchsetze, die dem Hund Sicherheit vermittelt.

Der Hund zieht nicht an der Leine

Leinenführigkeit ist für mich mit das wichtigste Trainingsziel beim Hund. Ich kann dem Hund keine Sicherheit vermitteln, wenn er ständig hin und her zieht und selbst entscheidet wo wir lang laufen, häufig gegen meinen Willen. Zieht der Hund permanent an der Leine, nervt es uns Menschen nur, wir resignieren irgendwann oder werden wütend. All das sind Zeichen für unseren Hund, dass wir die Inkompetenz in Person sind, unsere Gruppe anzuführen. Der Hund will dann gar nicht selber führen, findet sich aber in der Situation wieder “besser ich als Herrchen/Frauchen, irgendeiner muss es ja machen”

Hund Sicherheit geben

Für mich gilt bezüglich der Leinenführigkeit, dass es keinen Befehl gibt. Leinenführigkeit sollte etwas alltägliches sein und ein Befehl kennzeichnet eigentlich immer eine besondere Situation. Läuft der Hund nur mit lockerer, durchhängender Leine und achtet darauf, wo wir hinlaufen, haben wir schon viel erreicht.

Diese beiden Regeln sind die einzigen Regeln, die ich bei meinen Hunden aufstelle. Zwei Regeln kann ich problemlos und relativ entspannt durchziehen und die Hunde folgen mir freiwillig. Ich bin dabei selbstbewusst und authentisch. Das ist wichtig. Denn haben wir einen unsicheren Hund wird er die ein oder andere Situation als gefährlich bewerten. Handeln wir dann unsicher, wird der Hund unsere Unsicherheit in etwa so deuten, dass die Situation wirklich gefährlich ist, weil Herrchen/Frauchen ja auch unsicher sind, und unsere Führungskompetenz in Frage stellen.

Sicherheit durch Ruhe, nicht durch Gewalt

Hunde Sicherheit zu geben und zu führen bedeutet nicht, sie körperlich in ihre Schranken zu verweisen. Ruhe, Konsequenz und Aufmerksamkeit lassen uns für den Hund zu jemandem werden, dem er gerne folgt. Werden wir laut, aggressiv oder hysterisch, wird der Hund nur weiter verunsichert.

Traumata schwer zu überwinden

Ist es für viele Hunde genug, wenn sie vernünftige Anleitung und Führung bekommen, gibt es natürlich auch Hunde, die schwere Traumata oder Ängste haben, welche sich auch durch Führung nicht managen lassen. Dabei gibt es die verschiedensten Ängste, von Silvesterangst bis zu Fobien vor fremden Menschen. Hier hilft nur eine langfristige Resozialisierung des Hundes, die ein professioneller Hundetrainer mit Ihnen entwirft. Nahrungsergänzungsmittel können den Trainingserfolg schneller herbeiführen, sollten aber nur in Absprache mit dem Hundetrainer oder eines kompetenten Tierarztes verabreicht werden.

Eine generelle Stärkung des Selbstbewusstseins des Hundes empfiehlt sich bei Hunden, die sich durch Allerlei schnell erschrocken und hochgradig verunsichert zeigen. Z.B. durch Arbeiten mit dem Hund kann man spielerisch das Selbstbewusstsein des Hundes stärken. Welche Arbeit wie intensiv gemacht werden sollte, muss individuell entschieden werden.

Haben Sie einen unsicheren oder ängstlichen Hund? Schaffen Sie es nicht, ihm seine Angst zu nehmen? Greift ihr Hund andere Hunde oder Menschen an? Auch das ist häufig ein Resultat der Verzweiflung und Angst. Das Hundezentrum Care – Ihre Hundeschule in Gelsenkirchen, hilft Ihnen gerne weiter und erarbeitet einen individuell auf Sie und ihren Hund abgestimmten Trainingsplan, um Ihr Zusammensein mit ihrem Vierbeiner wieder entspannter zu gestalten Für gutes Training ist es nie zu spät.

Darf mein Hund auf die Couch?

2013-01-04 07.34.47Der gemütliche Hund

Eine Couch ist weich, bequem und bietet auch für einen Vierbeiner viel Komfort. In vielen Wohnzimmern in Deutschland liegen Decken auf extra für den Hund reservierten Teilen der Couch. Immer wieder bekomme ich jedoch mit, wie mir die Menschen peinlich berührt beichten, dass ihr Hund auf der Couch schläft, dass er sich dort breit macht und es sichtlich genießt.

Darf mein Hund auf die Couch?In der Natur gibt es auch keine Couch

Höhenverstellbarer Napf und ein Platz auf dem Sofa. Wir verwöhnen unsere Hunde vermeintlich mit vielen Dingen, die sie nicht brauchen. Kritiker von vierbeinigen Couchpotatoes betonen immer wieder, dass es in der Natur auch keine Couch gebe, und der Hund deshalb besser auf dem Fußboden aufgehoben ist.

Doch wer mit seinem Hund bereits in der freien Natur übernachtet hat, der konnte vielleicht beobachten, dass sich der Hund kleine Kuhlen gräbt, die Erde aufraut um es sich bequemer zu machen. Er baut sich quasi seine Couch in der Natur.

Darf mein Hund auf die Couch? (2)

Ebenso ist es für Hunde wichtig, Körperkontakt zu haben. Häufig ist zu beobachten, dass Hunde eine Pfote oder den Kopf auf die Füße der Besitzer legen, wenn diese irgendwo in der Nähe des Hundes sitzen. Dies ist keineswegs Zufall sondern Teil der sozialen Beziehung, die wir mit unseren Vierbeinern führen.

Wird der Hund dominant, wenn er auf der Couch liegt?

Dominanz ist der wohl am häufigsten missverstandene Begriff geht es um das Thema Hundeerziehung. Grundsätzlich muss man sagen, dass die Dominanz keine Eigenschaft eines Individuums ist, sondern eine Beziehung. Ein Individuum ist dominant über ein anderes. (Mehr zum Thema Dominanz erfahren Sie bald in einem extra Beitrag) Ob der Hund auf der Couch liegt oder nicht hat mit der formalen Beziehung zwischen Hund und Halter nichts zu tun.

In den wenigen Fällen, wo der Hund die Couch komplett beansprucht und sich nicht mehr hinunterschicken lässt, sondern seinen Platz energisch verteidigt, liegen wohl noch tiefergehende Probleme in der Beziehung zwischen Besitzer und Hund vor.

In einer funktionierenden Beziehung gibt es absolut nichts dagegen einzuwenden, dass der Hund mit uns auf der Couch liegt. Denn er hätte zwar in der Natur keine Couch zur Verfügung, doch schätzen Hunde dennoch ein weiches kuscheliges Plätzchen zum Ruhen.