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Im Gespräch mit: Christine Gödecker

Das Ruhrgebiet ist voller junger, engagierter und professionell arbeitender Hundetrainer. Wir stellen einige von ihnen vor. Den Anfang macht:

Christine Gödecker, Hundetrainerin aus Recklinghausen

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Name: Christine Gödecker

Wohnort: Recklinghausen

Hundetrainer/in seit: 2009, eigene Hundeschule seit 2014

Eigene/r Hund/e: Loki, griechischer Jagdhund, stolze 11Jahre, Flocki, Chihuahua, 2,5 Jahre und ganz frisch in der Familie

Homepage:

www.hundechule-rudelbildung.de                      www.rudelblog.de


Soziale Netzwerke:

https://www.facebook.com/Rudel.Mensch.Hund, https://plus.google.com/+RudelbildungInfomensch-hund, https://twitter.com/Rudelinfo


Hey! Schön, dass du dich bereit erklärst und hier mitmachst. Wir würden gerne ein bisschen was über dich erfahren! Wieso bist du Hundetrainer/in geworden?

Weil ich sehr, sehr, gerne mit Menschen arbeite, ich habe ein kleines Helfersyndrom und bin gerne dabei behilflich Probleme zu lösen. Dann liebe ich Hunde, Caniden im allgemeinen finde ich sehr, sehr interessant.

Von deren sozialer Intelligenz können wir uns noch ne Scheibe abschneiden! Dann arbeite ich gerne selbstständig und eigenverantwortlich und ich mag das Entwicklungpotential was man als Hundetrainer hat. Man lernt quasi nie aus und kann sich nach eigener Fasson spezialisieren und weiterbilden und das gelernte anwenden. Und man braucht ein gewisses autodidaktisches Talent, was mir sehr sehr zusagt!

Eingestiegen bin ich mit der Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten, schon mit dem Ziel Hundetrainerin zu werden, und hatte das Glück von einer Tierärztin zu lernen die den Zusatz Verhaltenskunde führt!


Hast du in deinem Beruf mit Vorurteilen zu kämpfen?

Eigentlich eher weniger, dazu habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht! Wahrscheinlich fühle ich mich mit meiner Berufung so wohl das eventuelle Vorurteile an mir abprallen ;-)

Was ich schon mal erlebe ist das ausenstehende den Beruf des Hundetrainers als Traumberuf bezeichnen. Und gerdade Nicht-Hundebesitzer sind immer sehr interessiert an meiner Arbeit.

Doch ein Vorurteil gibt es mit dem ich dann und wann schon mal zu kämpfen habe:

“Du bist Hundetrainerin!? Also so wie der Rütter?”  “Ehm, ja, schon aber eigentlich auch wieder nicht!”  ist dann oft meine Antwort.

Hast du mit Vorurteilen zu kämpfen? ;-)


Wenn du den Menschen eines mitgeben könntest, was wäre das

Nehmt euch Zeit für eure Hunde, entspannt euch ( entspannte Herrchen und Frauchen haben in der Regel auch entspannte Hunde) , entdeckt das “Bauchgefühl” für eure Hunde,  nutzt die Verbindung die sie uns zur Natur bieten und lasst die Hunde “Hund” sein!


Zum Schluss noch eine fachliche Frage: Wie stehst du zu Rollleinen?

Hahaha, jetzt hast du mich kalt erwischt! Private oder fachliche Antwort? Na, ich fang mal privat an: Ja, ich benutze sie! Mein “Großer” neigt zum Jagen und ich muss auf den Spaziergängen immer zu 120% aufmerksam sein. Manchmal bin ich das aber nicht weil ich eventuell selber kränkel oder von der Arbeit noch soviel im Kopf habe oder unsere 3,5 jährige Tochter ist mit und Fordert meine Aufmerksamkeit. Dann mach ich es mir leicht, Flex dran und abschalten. Es gibt aber klare Regeln, Loki darf den Weg nicht kreuzen und vor Biegungen oder Wegkreuzungen muss er stehen bleiben, damit keiner in Gefahr läuft über die Leine zu fallen. Und ich behandel unseren Hund dann als wäre er im Freilauf, ich übe also möglichst keinen Einfluss über die Rollleine auf ihn aus, sondern nutze unsere Signale und meine Körpersprache. Und er darf nicht an der Leine zerren, ich im Gegenzug aber auch nicht! Der Hund der an einer Flex läuft sollte also absolut top Leinenführig sein! Achso, ganz wichtig: Rollleine und auch Schleppleine gibt es bei mir nur in Kombination mit einem gut sitzenden Geschirr und es wird an der Rollleine nicht mit anderen Hunden gespielt bzw fremde Hunde werden nicht begrüßt! Und den kleinen würde ich nicht an einer Rollleine führen. Für das Körpergewicht finde ich die meisten Rollleinen vom Zug her viel zu stark.

Den meisten meiner Kunden rate ich von Rollleinen ab, das begründe ich dann aber individuell! Die meisten meine Kunden wissen das ich sie selber nutze.

Wenn der Hund,

  • nicht Leinenführig ist,
  • zu leicht ist,
  • auf den Zug der Leine negativ reagiert, Leinen führigkeit wird schlechter oder ähnliches,
  • ein Halsband oder noch schlimmer ein Halti trägt,
  • oder der Mensch mit dem Handling überfordert ist,

dann rate ich klar von der Rollleine ab!

Ansonsten sehe ich das Thema entspannt! Ich bin immer für individuelle Lösungen!

Und solange im Training keine Gewalt angewendet wird und das Training für Hund und Mensch fair gestaltet ist, lasse ich über vieles mit mir reden ;-)

 

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