Louie… LOUIE!…. L O U I E !!!!

Man kann sich gut vorstellen, wie ich die Überschrift lauthals über das Feld schreie. Was fällt mir dabei auf? Puh, das ist nur der Name des Hundes. Sollte ich als Hundetrainer etwas alles falsch machen was geht?

Ich wurde mal wieder mit der Aussage konfrontiert, dass man ja zwingend dem Hund immer einen Befehl geben muss, damit dieser auch wisse, was zu tun ist. Einfach den Namen zu rufen, würde nichts bringen und den Hund höchstens verwirren.

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Nun, ich gebe zu, dass Louie auch das ein oder andere mal noch einen Zusatz von mir bekommt, meist aber nur, wenn ich fröhlich von ihm möchte, dass er zu mir kommt, oder er an Ort und Stelle bleiben soll. Ein normaler Abruf und der Abbruch einer gezeigten Verhaltensweise funktionieren bei mir ohne Zusatz. Entweder ist es dann ein schroff gesprochenes „LOUIE!“, oder eben ein freundliches, hohes „Loooooouuuuuuuie“.

Man muss also nicht immer einen Zusatz zum Namen des Hundes aussprechen. Doch: natürlich ist es falsch, ständig den Namen des Hundes auszurufen. Hier ist aber allein der Fakt, dass Ihr Hund in dieser Situation nicht auf sie hört, stattdessen weiterhin das macht, was ihn mehr interessiert, und dies keine Folgen für ihn hat, Sie somit Ihre Autorität verspielen, entscheidend. Denn genauso fatal wäre es, in der gleichen Situation „Louie komm hier her, Louie komm hier her, Louie komm hier her“ zu rufen, ohne dass etwas passiert.

Im Grunde gilt sowieso: Lassen Sie sich nicht so schnell verunsichern und glauben Sie nicht alles was sie auf der Straße oder dem Netz lesen. Bilden Sie sich eine eigene Meinung und wägen Sie ab, wie sie mit ihrem Hund kommunizieren.

 

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