Ködertraining? Wie funktioniert das?

Das Care – Ködertraining: Ein Lebensretter

Vor kurzem startete das Care Ködertraining als neuestes Angebot der Hundeschule. Ursprünglich war die Idee, dass ein Hund nicht alles fressen soll, was so in der Welt herumliegt. Die Tatsache, dass da draußen Leute rumlaufen, welche versuchen unsere Vierbeiner zu vergiften oder sie zum unfreiwilligen Nägelschlucken bewegen wollen, macht das Ködertraining für mich essentiell.

Die Idee

Die Grundidee ist simpel: Der Hund zeigt gefundenes fressbares an und sagt sozusagen „Hey du: Ich hab da was gefunden, was man essen kann“. Der Vorteil im Gegensatz zu „Der-darf-einfach-draußen-nix-fressen“-Ansätzen ist, dass wir andere Hunde schützen können, weil wir verdächtige Gegenstände entfernen können. Weiterhin soll sich die Idee absetzen von Ansätzen, die zwar anzeigen, dennoch niemals den Köder essen dürfen. Ich stellte mir jedoch die Frage: Was erhöht die Motivation des Hundes, den Köder anzuzeigen, am meisten? Ganz klar: Wenn er ihn danach essen darf. Deshalb wird bei uns im Training regelmäßig auch der Köder verputzt.

Der Aufbau

Zuerst muss der Hund lernen, dass er Essen anzeigen soll. Je nach Hund-Mensch Team geht das ganz fix und man kann nach der Etablierung des Anzeigen direkt in die Straßen gehen. Das Ködertraining findet auf echten Wegen statt, nicht auf dem Hundeplatz. So lernt der Hund, dass das Anzeigen überall gilt und sich überall lohnt, nicht nur auf dem eingezäunten Gelände. Trainiert wird mit oder ohne Leine, je nachdem wie ihr normalerweise unterwegs seid. Auch hier gilt die Care Devise: Je realitätsnäher das Training, desto mehr Erfolg wird man im Alltag damit haben.

Das Ergebnis

Man platzt regelrecht vor stolz, wenn der Hund zum ersten mal außerhalb einer Übung Essen findet und es anzeigt. Das ist der Moment in dem man weiß, dass sich das Training gelohnt hat, dass der Hund zuverlässig anzeigt und sicher ist. Erst gestern ist es mir wieder passiert, dass Balou im Wald sich vor einen Busch gesetzt hat. Ich hab zuerst nichts gesehen, es hatte geschneit und alles sah weiß aus. Doch hinter dem Busch waren verschimmelte Brote, die da jemand hingeworfen hat. Nichts, was Balou essen sollte, also abgerufen, fette Belohnung und weitergegangen.

Dieses Brot hat Balou im Wald angezeigt. Kein Giftköder - dennoch nichts, was er fressen sollte.
Dieses Brot hat Balou im Wald angezeigt. Kein Giftköder – dennoch nichts, was er fressen sollte.

Damit er weiterhin Lust hat, bekommt er heute wieder einen Köder als Übung, den er dann fressen darf.

Mein Fazit:

Es kostet gar nicht so viel Arbeit, wie man glauben mag, dass der Hund sicher alles essbares anzeigt. Das Gefühl, dass der Hund anzeigt und eben nicht etwas einfach in sich hineinschlingt, ist großartig. Probiert es aus!

 

 

 

Hundeschule Gelsenkirchen, Hundeschule Recklinghausen, Giftködertraining, Antiködertraining, Ködertraining, Hund

1 Kommentar

  1. […] Sie sich HIER an, wie unser Ködertraining […]

Schreibe einen Kommentar