Mein Hund kann nicht alleine bleiben – Was tun?

Viele Hunde können nicht gut alleine bleiben

Was kann ich unternehmen, wenn mein Hund zu Hause nicht alleine bleiben kann? Diese Frage stellen sich viele Menschen, deren Hunde die Couch zerbeißen, urinieren, bellen, jaulen, fiepen oder depressiv werden, wenn sie zu Hause alleine gelassen werden. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Hunde nicht allein bleiben können. Heute geht es um die Trennungsangst

Mein Hund kann nicht alleine bleiben

Kein Hund ist gerne alleine

Der Hund ist ein Rudeltier. Zugegebenermaßen, wir bilden mit den Hunden keine „Rudel“, aber wir führen sehr enge soziale Beziehungen zu unseren Hunden und leben in einer Gemeinschaft, in der wir ungern ohne den anderen sind. Nun müssen wir uns ein wenig in das Gemüt unseres Vierbeiners hineinversetzen, um zu verstehen wieso der Hund nicht gerne alleine ist. Uns Menschen kann man erklären, dass wir wiederkommmen, wenn wir das Haus einmal verlassen. Die Hunde können unsere Worte aber nur bedingt verstehen und einen so komplexen Inhalt eines Satzes verstehen sie keineswegs.

Der Hund muss lernen: Sie kommen wieder

Deshalb müssen wir dem Hund durch ständige Wiederholung zeigen, dass wir stets wieder nach Hause zurück kommen. Da Hunde sehr feine Beobachter sind, ist es wichtig, die Übungen so realistisch wie möglich zu gestalten. Dazu gehört das Schuhe anziehen, die Jacke anziehen, den Schlüssel nehmen, evtl. eine Runde durch das Haus drehen und schauen ob alle Fenster geschlossen sind. Alles was zu ihrem „Ritual“ gehört, bevor Sie das Haus verlassen, muss auch vor der Übung gemacht werden, sodass der Hund bestmöglich nicht unterscheiden kann, wann geübt wird und wann nicht.

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Übung macht den Meister – und – Schritt für Schritt

Viele Hunde mit Trennungsangst reagieren schon panisch oder gestresst auf eben diese Rituale. Dann ist es wichtig, den Hund gegen diese Rituale zu desensibilisieren. Dies kann ich erreichen, indem ich die Rituale zuerst einzeln, dann in Kombination so lange ausführe, bis der Hund nur noch gelangweilt liegen bleibt, weil nichts spannendes passiert. Bei der Desensibilisierung ist es wichtig, die Rituale an sich zu zeigen, zuerst ohne den Hund allein zu lassen.

Habe ich es geschafft, dass der Hund nicht mehr großartig reagiert, wenn ich meine Jacke anziehe und meinen Schlüssel in die Hand nehme, können wir nun anfangen den Hund allein zu lassen. Zuerst öffnen wir nur die Tür. Es kann sein, dass der Hund nun wieder Panik bekommt oder Anzeichen von Stress zeigt, denn dass Sie die Tür öffnen, war bisher nicht Teil ihres Rituals. Die Situation ist also eine andere, das erkennt der Hund sofort.

Wir erweitern unser Ritual also um das Tür öffnen und wieder schließen. Wieder wird dies solange wiederholt, bis der Hund nicht mehr darauf reagiert. Dann kann der Hund das erste mal allein gelassen werden. Aber: Hunde mit Trennungsangst sollten zu Hause kein Angstverhalten mehr zeigen, wenn sie allein gelassen werden. Das heißt, dass sie dem Hund zuerst gar keine Chance geben, Angst zu bekommen, weil sie ihn nur für Sekunden allein lassen. Klappt das prima, kann die Zeit unregelmäßig und Schrittweise erhöht werden.

Professionelle Trainer unterstützen Sie

Falls Sie sich mit der Situation überfordert fühlen oder das Training nicht den gewünschten Erfolg hat, zögern Sie nicht sich professionelle Hilfe zu holen. Es gibt viele kompetente Hundetrainer, die Ihnen gerne weiterhelfen.

 

1 Kommentar

  1. […] Hund hat Probleme alleine zu bleiben? Hier gibt es etwas Aufklärung und ein paar Tipps und […]

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